Endstation Grenze © Sutton Verlag
Während der Jahre der Teilung war der Bahnhof Friedrichstraße zweierlei: als Grenzübergang ein besonderer Ort, dessen Sonderrolle auch damals jedem, der sich hier aufhielt, bewusst wurde, gleichzeitig aber auch als Bahnhof ein Ort des Alltäglichen, Banalen, des Normalen im Unnormalen. mehr
Unter dem Titel "Wie schmeckte die DDR" versteckt sich kein Kochbuch. Doch wenn man bei dem Bild bleiben will: jeder der hier versammelten Beiträge steuert eine spezielle Zutat bei, um als Ganzes einen authentischen Geschmack, sprich ein besseres Verständnis von der DDR zu ermöglichen. mehr
Die Geschichte einer gescheiterten Flucht aus der DDR ist ein Ereignis, das tiefe Spuren im Leben der Flüchtenden und Angehörigen hinterlässt. Die Geschwister Michael Proksch und Dorothea Ebert haben ein Buch über diesen Teil ihrer Familiengeschichte geschrieben. Am 28. Juli haben sie es in der Gedenkstätte Berliner Mauer vorgestellt. Ein außergewöhnlicher Abend. mehr
Der Fall der Berliner Mauer am 9. November 1989 und der Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober 1990 sind Daten, die sich ins kollektive Bewusstsein der Deutschen gebrannt haben. Doch was passierte in den Monaten zwischen der Öffnung des "Antifaschistischen Schutzwalls" und der Wiedervereinigung? Die Ausstellung "1990 - Der Weg zur Einheit", die noch bis zum 10. Oktober im Deutschen Historischen Museum Berlin zu sehen ist, richtet den Fokus auf die politischen und gesellschaftlichen Umwälzungsprozesse in dieser letzten Phase vor dem Ende der deutschen Teilung. mehr
Wer sich die Mühe macht, sich mit der ostdeutschen Geschichte aktiv auseinander zu setzen, stößt schnell auf stereotype Beschreibungen der DDR als totalitärem Staat und (kommoder) Diktatur. All dies ist unbestreitbar richtig und doch wird dadurch der Alltag der Menschen nicht ausreichend erklärt. mehr
Ilja Miecks vom Format und auch von der Seitenzahl her durchaus nicht "kleine" Wirtschaftsgeschichte der neuen Bundesländer umfasst rund 1000 Jahre wirtschaftlicher Entwicklung vom Hochmittelalter bis in die unmittelbare Gegenwart. In einem ersten Teil behandelt Mieck auf rund 150 Seiten die Entwicklung bis 1945 auf den Territorien der heutigen Bundesländer Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. mehr
In diesem Jahr begeht die Berliner Humboldt-Universität den 200. Jahrestag ihrer Gründung – ein Grund zum Feiern und ein Anlass, auf die weniger feierlichen Aspekte der Universitätsgeschichte zurückzuschauen. Auf die enge Verbindung von Geist und Macht, die diese Hochschule im 20. Jahrhundert prägte. Am gestrigen Abend waren Zeitzeugen und Sachkundige zusammengekommen, um über einen der widersprüchlichsten Geister der Universitätsgeschichte zu sprechen – über Robert Havemann, den orthodoxen Kommunisten und späteren Vorzeigeoppositionellen der DDR. mehr
Der illustrierte Begleitband zur gleichnamigen Ausstellung "Wir gegen uns. Sport im geteilten Deutschland" zeigt in elf Beiträgen die 40 Jahre Mit- und Gegeneinander im deutsch-deutschen Sport und spart dunkle Kapitel wie Doping oder die politische Vereinnahmung des Sports in Ost und West nicht aus. mehr
Bilanzen zur Wiedervereinigung erfreuen sich einer ungebremsten Konjunktur – Weltwirtschaftskrise hin oder her. Genre und Autorenkreis sind mittlerweile kaum noch überschaubar. Helmut Schmidt, Wolfgang Herles, Uwe Müller oder Jens Bisky schlagen so ihre Bögen über politische, gesellschaftliche, kulturelle hin zu ökonomischen Nabelschauen der Wiedervereinigung, die zumeist zwischen persönlichem Erinnern, abstrakter Wissenschaftlichkeit oder unverhohlenem Populismus changieren. mehr
Schon die Annahme, die Planwirtschaft sei zusammengebrochen, entspringt einem bestimmten Deutungsmuster – dass die DDR an ihren inneren Widersprüchen und Unzulänglichkeiten zerbrach und die Revolution der Massen nur erfolgreich sein konnte, weil die Strukturen des Systems längst marode geworden waren. Einer dieser maroden Stützpfeiler war das planwirtschaftliche System. In der vergangenen Woche waren Wirtschaftswissenschaftler und zeitgenössische Entscheidungsträger zusammengekommen, um über den "Kollaps der Planwirtschaft" und die Herstellung der Wirtschafts-, Währungs- und Sozialunion zu sprechen. Eine Diskussion kam nur selten zustande – zu einig war man sich in den Kernfragen des Abends. mehr
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