
TV-Vorschau vom 25. Juli bis 31. Juli 2010
Zwei gegensätzliche "Karrieren" in der DDR: Katharina Witt, die Star-Sportlerin in den 1980er Jahren und die Jugendlichen von Torgau, die, stigmatisiert, auch nach der Wende ihre Vergangenheit als Außenseiter nicht loswerden. Daneben geht es mit der Seilbahn über und mittels Tunneln und Kanalisation unter der Berliner Mauer hindurch.
***
Sonntag, 25. Juli 2010
***
So, 25.07.2010, 11.45 Uhr, Mo, 26.07., 7.15 Uhr , Sa, 31.07., 13 Uhr, Sa, 31.07.,
0.05 Uhr, sowie So, 01.08., 8.15 Uhr, Phoenix
Titel: Meine Geschichte - Friedliche Revolution 1989
Form: Interview/Doku
Länge: 15 Minuten
Gast: Günther Sattler
Vor 20 Jahren gingen die Menschen in der damaligen DDR auf die Straße, um für mehr Freiheit zu demonstrieren. Es gibt eine Fülle bislang unerzählter Geschichten aus den Städten und Dörfern jenseits von Leipzig oder Berlin. Es waren mutige Menschen, die in "Meine Geschichte" von ihren großen und kleinen Taten, ihren Hoffnungen und Ängsten während der Friedlichen Revolution erzählen.
Moderation: Jürgen Engert
***
So, 25.07.10, 14.15 Uhr, 3SAT
Titel: Sport Import Eis - Katarina Carmen
Form: Porträt
Länge: 30 Minuten
Der Film "Sport Import Eis: Katarina Carmen" des DDR-Fernsehens, der im Frühjahr 1989 produziert wurde, zeichnet die Karriere von Katarina Witt mit seltenen Fotos aus Kindheit und Jugend, Interviews und den wichtigsten Eislauf-Küren nach. Höhepunkt war ihr Olympiasieg als "Carmen" bei den Olympischen Spielen 1988 in Calgary. Der Film ist ein Zeitdokument über Katarina Witt und zugleich eines über die Art und Weise, wie die DDR "ihre" Stars medial in Szene gesetzt hat.
***
Montag, 26. Juli 2010
***
Mo, 26.07.10, 0.15 Uhr, EinsExtra
Titel: "Geheimnisvolle Orte" - Unter dem Pflaster von Berlin
Form: Dokureihe
Länge: 45 Minuten
Tief unter den Füßen der ahnungslosen Touristen schlummern Tunnelkreuzungen im Dunkel. Für die 'Welthauptstadt Germania' wurden sie einst von den Nazis angelegt - heute steht rostrotes Wasser in den Hallen und Röhren.
Ein rätselhaftes Labyrinth liegt unter der Stadt: Tunnelröhren und Abwasserkanäle, vergessene Bunker, geheime Durchgänge, halbfertige U-Bahnhöfe für Linien, die nie in Betrieb gingen. Es ist eine unbekannte, eine fremde Welt 'unter dem Pflaster von Berlin'. Im Krieg suchten Menschen unter der Stadt Schutz vor den Bomben. In den letzten Tagen des Weltkrieges nutzten Soldaten der Wehrmacht und der Roten Armee die Gänge für überraschende Angriffe. Nach dem Krieg verbargen sich Schwarzhändler im Labyrinth unter den Trümmern, in der Unterwelt.
Dann begann der Kalte Krieg. Unterirdische Versorgungsleitungen und Verbindungen wurden gekappt. Doch das gelang nur teilweise - die Kanalisation hält sich nicht an Sektorengrenzen. Nach dem Mauerbau flohen viele Menschen durch die Kanalröhren oder durch extra gegrabene Fluchttunnel. U- und S-Bahnen aus dem Westen unterquerten weiter Ostberlin, fuhren jetzt aber durch streng bewachte Geisterbahnhöfe. Niemand sollte durch die Bahntunnel aus der DDR fliehen können.
***
Dienstag, 27. Juli 2010
***
Di, 27.07.10, 11.25 Uhr, HR
Titel: Wo der Osten Urlaub machte - Ferienparadies Rügen
Form: Doku
Länge: 30 Minuten
Zu DDR-Zeiten gab es für die Ostdeutschen kein beliebteres Urlaubsziel als die Insel. Es glich einem Lotto-Gewinn, auf Rügen einen Ferien- oder Campingplatz zu ergattern. Genügsam wurde die mangelhafte Versorgung hingenommen.
Statistiken sagen aus, dass jeder DDR-Bürger es nur einmal in zehn Jahren auf die Insel schaffen konnte. Nun ist Rügen für jeden erreichbar - mögen die Preise heute auch andere sein als früher. Was an Versorgung, Service und Erlebnisangeboten genutzt werden kann, ist auch für viele Ostdeutsche das Geld wert. Von den 1,4 Millionen Touristen, die die Insel jährlich anlockt, stammt jeder Zweite aus den neuen Bundesländern.
***
Di, 27.07.10, 22.05 Uhr, MDR
Titel: Mit der Seilbahn über die Mauer - Spektakuläre Fluchtgeschichten
Form: Doku
Länge: 43 Minuten
In Interviews und Spielszenen zeichnet die Dokumentation noch einmal die Stationen einer der spektakulärsten Fluchtaktionen nach, die an der Berliner Mauer stattgefunden haben.
"Als sie die Mauer bauten, hatte ich das Gefühl, als würde ich auf einem Bahnsteig stehen und der letzte Zug fährt ab." Es dauert noch einmal knapp zwei Jahre, bis Heinz und Jutta Holzapfel mit ihrem neunjährigen Sohn den lebensgefährlichen Fluchtversuch aus der DDR wagen. Am 27. Juli 1965 klettern sie in der Dunkelheit der Nacht auf das Dach des Hauses der Ministerien in Ost-Berlin und schweben an einer selbst konstruierten Seilbahn über die Mauer in den Westen. 40 Jahre später kehren Heinz Holzapfel, sein Sohn Günther und der Fluchthelfer Kurt Lindner noch einmal an den Ort ihres aufsehenerregenden Unternehmens zurück. An den Originalschauplätzen schildern sie die Details jener Nacht, als sie ihr Leben unter den Augen sowjetischer Soldaten für eine ungewisse Zukunft in Freiheit riskierten.
***
Di, 27.07.10, 0.45 Uhr, RBB
Titel: Im Palais - "Als die D-Mark in den Osten kam... Mehr Wohlstand, weniger Zufriedenheit? Wie hat die Einführung der D-Mark die Menschen in den neuen Bundesländern verändert?"
Form: Talkshow
Länge: 60 Minuten
Gäste: Cornelia Pieper, Heinz Florian Oertel, Walter Momper, Bernd Kriegel, Klaus Schroeder, Moderation: Astrid Frohloff
Alles eine Frage des Geldes? Die Einführung der D-Mark steht symbolisch für die Übernahme des Wirtschaftsystems der Bundesrepublik. Wie hat es die Menschen in den neuen Bundesländern verändert? 14.000 Betriebe wurden seit 1990 privatisiert, tausende von Arbeitsplätzen abgewickelt. Jeder vierte ehemalige DDR-Bürger meint heute, dass es ihm vor 1989 besser gegangen sei. Obwohl der "Aufbau Ost" überall sichtbar ist und sich die Angleichung des Lebensstandards von Ost und West rasant entwickelt hat. Laut Statistik leben 80 Prozent der deutschen Bevölkerung unter gleichen materiellen Bedingungen.
***
Mittwoch, 28. Juli 2010
***
Mi, 28.07.2010, 1.15 Uhr, ZDFinfokanal
Titel: Der Weg zur Einheit
Form: Magazin
Länge: 30 Minuten
***
Donnerstag, 29. Juli 2010
***
Do, 29.07.10, 22.35 Uhr, Fr, 30.07.10, 2 Uhr, So, 01.08.10, 8 Uhr, sowie Mo, 02.08.10, 3.10 Uhr, MDR
Titel: Schlimmer als Knast - Die Jugendwerkhöfe der DDR
Form: Doku
Länge: 28 Minuten
Sie kamen aus der falschen Familie, hörten die falsche Musik oder hatten einfach nur das Falsche gesagt: Wer in einen Jugendwerkhof eingewiesen wurde, galt als schwer erziehbar.
Torgau ist der Extremfall - immer wieder nehmen sich Insassen das Leben. Doch auch in anderen Jugendwerkhöfen herrschen schlimme Zustände. Die Jugendlichen sind der Willkür ihrer Betreuer ausgeliefert. Sie müssen frühestmöglich die Schule verlassen, anschließend verrichten sie Zwangsarbeit. Was als Resozialisierungsmaßnahme deklariert wird, ist in Wahrheit nur Repression.
Torgau - das bedeutete Knast ohne Gerichtsverfahren, oft sogar ohne juristisch relevanten Anlass. Ehemalige Insassen des geschlossenen Werkhofs Torgau haben deshalb seit Mitte der 1990er Jahre Anspruch auf Haftentschädigung. Doch viele stellen nicht einmal einen Antrag. Denn wer öffentlich zugibt, im Jugendwerkhof gewesen zu sein, ist bis heute stigmatisiert. In aller Regel waren die inhaftierten Jugendlichen nicht kriminell, sie konnten oder wollten nicht den Maßstäben "sozialistischer Persönlichkeitsentwicklung" entsprechen.
***
Do, 29.07.10, 23 Uhr, RBB
Titel: Und wenn sie nicht gestorben sind ... Die Kinder von Golzow: Das Ende der unendlichen Geschichte
Länge: 150 Minuten
Im 3. Teil von "Und wenn sie nicht gestorben sind ..." stehen Elke, Katrin und Gudrun sowie Gudruns Vater Arthur Klitzke, der weithin bekannte Golzower LPG-Vorsitzende, im Mittelpunkt. Es gibt auch eine Wiederbegegnung mit der Klassenlehrerin Marlies Teike. Elke, die gelernte Wirtschaftskauffrau, ist seit Jahren arbeitslos und lebt von Hartz IV. Nach fast 30-jähriger Drehpause ist sie bereit, sich erneut filmen zu lassen. Auch Katrin stimmt nach Jahrzehnten weiteren Filmaufnahmen zu. Die gelernte Geflügelzüchterin verlässt Golzow nach der Wende, um in Westdeutschland eine Arbeitsstelle zu finden. Gudrun, gelernte Köchin, entscheidet sich schon in jungen Jahren als Genossin der SED für eine kommunalpolitische Laufbahn und ist bis zum Ende der DDR Bürgermeisterin in Genschmar, einem Nachbarort von Golzow. Die Wende ist für sie und ihren Vater Arthur Klitzke nur schwer zu verkraften.
***
Do, 29.07.10, 23.05 Uhr, MDR
Titel: Dorfliebe
Form: Doku
Länge: 85 Minuten
Der Dokumentarfilm "Dorfliebe" zeigt das thüringische Dorf Berka im Wandel der Jahrzehnte, von 1949 bis 2006. Zwei Fotografen, Ludwig Schirmer und Werner Mahler, haben Berka über Jahrzehnte fotografiert.
Poetische Fotoserien, die eine funktionierende Dorfgemeinschaft zeigen, liefern die Grundlage des Films. Erzählt wird die dramatische und mitreißende Geschichte der Menschen des Dorfes Berka, wie diese nach dem Krieg, unter dem Sozialismus, unter der Wendezeit und jetzt als Bürger der Bundesrepublik Deutschland immer wieder aufs Neue versucht haben und versuchen, eine Existenz aufzubauen. In die Erzählung miteinbezogen sind die drei Fotoserien. Sie zeigen das Dorfleben sowohl idyllisch als auch in manchen Situationen hart und erbarmungslos. Die Fotos visualisieren und belegen dabei die Vergangenheit. Auf diese Weise wird dokumentiert, wie sich das Leben auf dem Lande in Ostdeutschland im Wandel der Zeit verändert hat.
***
Samstag, 31. Juli 2010
***
Sa, 31.07.2010, 23.30 Uhr, ZDFinfokanal
Titel: Der Weg zur Einheit
Form: Magazin
Länge: 30 Minuten
***
Zurück