
Titel der SIBYLLE 6/1988 © Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte
Der erste Blick zeigt bunte Mode. Vergangene Trends kunstvoll fotografiert. Selbstbewusste, schöne Frauen in markanten Posen. Dass es sich bei den Bildern um Modereihen einer DDR-Zeitschrift handelt zeigt sich erst auf den zweiten Blick. Es handelt sich hier um ein besonderes "Blatt". Die Exemplare der SYBILLE, die alle zwei Monate mit einer Auflage von 200.000 Stück (erstmals 1956, zuletzt 1995) erschienen, waren stets schnell vergriffen.
Die exklusive Mischung aus Mode, Kultur und künstlerischem Anspruch war das Geheimrezept. Trotz politischer Kontrolle durch die Frauenkommission des ZK der SED empfanden Redakteure und Fotographen eine große Freiheit bei ihrer Arbeit. Für sie zählte die Kunst, die Ästhetik, nicht die politische Botschaft. Doch was sahen die Leserinnen in den Bildern der Zeitschrift? Welche Bedeutung hatte die SYBILLE für ihre Leserinnen modisch und politisch?
Über die Besonderheiten der Modefotografien in der Zeitschrift SYBILLE und das Frauenbild in der DDR sprechen RBB-Moderatorin Gisela Zimmer und Angela Fensch, Fotomodel, Mannequin und Fotografin der Zeitschrift SIBYLLE.
Zeit:
Mittwoch, 21. Juli 2010, 19 Uhr
Ort:
Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte,
Kuhstall, Am Neuen Markt 9, 14467 Potsdam
Beitrag Podiumsgespräch 3,- €
Die Ausstellung ist bis 19 Uhr geöffnet (Einzelticket 5 Euro/erm. 3,50 Euro)
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